Geschäftsbericht 2011
Sterbekasse Evangelischer Freikirchen VVaG, Berlin
Nach den zahlreichen organisatorischen, personellen und räumlichen Veränderungen konnte
die Sterbekasse im Jahr 2011 darauf aufbauend, gestärkt und gut aufgestellt ihren Aufgaben
nachgehen. Benjamin Wenzel und Klaus Fischer sind eine starkes Team, das mit viel Umsicht,
hervorragender Fach- und Sachkunde im Versicherungsgeschäft und im Bereich der Kapitalanlagen
und deren Verwaltung tätig ist. Sie bestreiten routiniert das Tagesgeschäft und steuern
zusammen mit dem Vorstand die mittelfristigen und langfristigen Maßnahmen. Das alles
geschieht unter Berücksichtigung der allseits bekannten Kapitalmarktlage, die beginnend im
Jahr 2008 bis heute immer wieder neue besondere Herausforderungen mit sich brachte.
Unter Berücksichtigung einer Anlagenpolitik, die aus Sicherheitsgründen eine vorgeschriebene
Streuung in Anlagearten und Zeiträumen vorsieht, wurden zahlreiche Veränderungen im Jahr
2011 erforderlich. Die bereits im Jahr davor begonnene Erhöhung der Kapitalanlagen im Bereich
der eigenen und selbst verwalteten Immobilien wurde konsequent fortgesetzt. Heute gehören
insgesamt fünf Grundstücke und Wohngebäude mit insgesamt 43 Mietwohnungen zum
Vermögen der Sterbekasse. Die Erhöhung der Kapitalanlagen im Bereich der eigenen Immobilien
stellt sicher, dass bei den Kapitalerträgen das derzeit niedrige Zinsniveau anderer Anlagearten
ausgeglichen wird. Die im technischen Geschäftsplan der Sterbekasse geforderte Deckung
durch ausreichende Kapitalerträge, kann kurz- und langfristig mit diesen Veränderungen
erreicht werden.
Zum Jahresende 2011 gehörten rund 14.500 Mitglieder zur Sterbekasse als Versicherungsverein
auf Gegenseitigkeit. Sie bleibt eine starke Gemeinschaft und sie kann weiterhin Menschen
helfen, ihre soziale Verantwortung gegenüber den Angehörigen in den Familien wahrzunehmen.
Immer wieder wird uns die Frage gestellt, ob eine Sterbegeldversicherung noch
zeitgemäß ist. Hier können wir nur mit den Erfahrungen der Menschen antworten, die bei der
Sterbekasse versichert sind. Nicht selten erreichen uns unmittelbar nach einem Heimgang
eines Angehörigen neue Aufnahmeanträge aus der Familie. Zahlreiche Menschen sind dankbar
und überrascht, über die Höhe der Auszahlung von Sterbegeldleistungen mit Boni und
Gewinnzuschlägen und nicht selten werden Familien dadurch vor finanziellen Problemen bewahrt.
Die Beitragseinnahmen im Jahr 2011 betrugen rund 1.300 T-Euro und die Bilanzsumme zum
31.12.2011 wird mit rd. 24 Mio. Euro ausgewiesen. Die Summe aller Versicherungen beträgt
38,6 Mio. Euro und damit ist die Sterbekasse weiterhin ein starker und sicherer Partner, der
auch wie bisher gerne Gemeinden und diakonische Einrichtungen bei ihren Investitionsvorhaben
durch Hypothekendarlehen unterstützt.
Zur Mitgliedervertreterversammlung am 22. Oktober 2011 trafen sich die gewählten Verantwortungsträger
der Versichertengemeinschaft, der Aufsichtsrat, die Treuhänder, der Aktuar und
Versicherungsmathematiker, Vorstand und Mitarbeiter in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde
Berlin-Schöneberg. Die Jahresabschlüsse und Lageberichte, die versicherungsmathematischen
Berechnungen und die Überschussverwendung aus den Jahren 2008 bis 2010
wurden beraten und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Sterbekasse und ihren Mitarbeitern
in der Geschäftsstelle und in den Gremien wurde für die gute Arbeit in schwierigen Zeiten
besonders gedankt.
Es bleibt dabei: „Die Sterbekasse bietet Vorsorge als liebende Fürsorge für hinterbliebene
Menschen“.
Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender






