JAHRES-
BERICHT
2016

 

BERICHT DER STERBEKASSE
EVANGELISCHER FREIKIRCHEN VVAG

Die Sterbekasse Evangelischer Freikirchen kann nach dem Jahr 2016 auf 120-jährige erfolgreiche Zeit zurückschauen und sie war auch im Berichtsjahr wie in den vielen Jahren davor ein starker Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Er sichert den Mitgliedern Leistungen zu, die unabhängig vom Zeitpunkt eines Sterbefalles den Angehörigen zustehen. So können häufig in besonders herausfordernden Situationen, zumindest die finanziellen Fragen schnell gelöst werden. Der ebenfalls sehr alte Slogan hat trotz der vielen gesellschaftlichen Veränderungen daher nicht an Bedeutung verloren: „Vorsorge ist liebende Hinwendung zu den Hinterbliebenen!“

Die Sterbekasse hat im Jahr 2016 an 281 Familien bzw. Angehörige 908,8 T-Euro Sterbegeldleistungen ausgezahlt. Am 31.12.2016 gehörten 13.452 Mitglieder (Vj. 13.633) mit einer auch in diesem Jahr weiter angestiegenen Gesamtversicherungssumme von 39,1 Mio. Euro zu ihrer starken Gemeinschaft. Von der Bilanzsumme in Höhe von 28,3 Mio. Euro entfallen 27,9 Mio. Euro bzw. 98,4% auf die Kapitalanlagen.

Mit einem festgeschriebenen und genehmigten technischen Geschäftsplan und einer kalkulierten Rendite aus Kapitalanlagen ist es der Sterbekasse als kapitalgedeckter Versicherungsverein trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten erneut gelungen, die erforderlichen Erträge zu erwirtschaften. Die durchschnittliche Kapitalrendite nach Abzug aller Kosten beträgt 3,20 %. Dabei hat unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mischung und Streuung von Kapitalanlagen, der maximal mögliche Anteil an Immobilien einen wesentlichen Beitrag geleistet. Zum 1.1.2017 hat die Sterbekasse 57 Wohnungen in 8 Häusern mit einem Buchwert von 6,5 Mio. Euro verwaltet. An 9 Gemeinden und 5 diakonische Einrichtungen werden insgesamt 6,9 Mio. Euro Darlehensmittel bereitgestellt.

Bereits seit einigen Jahren verringert sich die Anzahl der Mitglieder des Versicherungsvereins um 0,5 bis 1,5% jährlich. Menschen für die der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll wäre, folgen der allgemeinen gesellschaftlichen Kritik, die auch gegenüber vergleichbar kalkulierten Lebensversicherungen besteht und entscheiden sich nicht für eine Mitgliedschaft in der Sterbekasse. Denn die nun seit Jahren anhaltenden niedrigen Zinserträge machen Lebensversicherungen, die mit dem Ziel einer Kapitalrendite abgeschlossen werden, wenig attraktiv. Schnell werden daher die Sterbekassen in gleicher Weise beurteilt. Viele Menschen übersehen den Vorsorgecharakter einer Sterbegeldversicherung und, dass Sterbegeldkassen im Sterbefall eines Versicherten sofort an die Angehörigen die volle abgeschlossene Versicherungssumme leisten und zwar unabhängig ihrer Laufzeit.

Die Sterbekasse hat ihre Zusagen seit 120 Jahren eingehalten und vielen Menschen in ihrer schweren Situation beim Verlust eines nahen Angehörigen finanziell geholfen. Mit einem Teil des eingezahlten Kapitals der Versicherten hilft die Sterbekasse parallel freikirchlichen Gemeinden und diakonischen Einrichtungen mit Darlehen für Baumaßnahmen. Sie hat bei allen Veränderungen in unserer Gesellschaft und auf den Kapitalmärkten ihre Bedeutung für die Menschen nicht verloren und das soll auch in den nächsten Jahren so bleiben.

Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Berlin, den 08. Februar 2016

 

JAHRESBERICHT
2015

 

BERICHT DER STERBEKASSE
EVANGELISCHER FREIKIRCHEN VVAG

Unser Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit hat im Jahr 2015 an 376 Familien bzw. Angehörige 691 T-Euro Sterbegeldleistungen zur Auszahlung gebracht. Damit hat die Sterbekasse, wie in den weit über hundert Jahren ihres Bestehens, ihre zugesagte soziale Verantwortung unverändert wahrgenommen. Unsere Mitglieder erhalten Leistungen, die unabhängig vom Zeitpunkt eines Sterbefalles den Angehörigen zustehen. Oft konnte in schweren Situationen neben der Trauer die finanzielle Sorge gelindert werden. Gleichwohl stehen die Angebote der Sterbegeldkassen gesellschaftlich in der Kritik, da niedrige Zinserträge die Kapitalentwicklung gegenüber früher stark beeinflusst haben. Dem Wunsch nach einer optimalen Kapitalentwicklung steht der Versicherungsfall, gleich zu welchem Zeitpunkt gegenüber und dafür trägt die Sterbekasse auf der Grundlage ihrer Satzung die Verantwortung.

Als kapitalgedeckter Versicherungsverein mit einem festgeschriebenen und genehmigten technischen Geschäftsplan und einer kalkulierten Rendite aus Kapitalanlagen ist es der Sterbekasse trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten gelungen, im Jahr 2015 die erforderlichen Erträge zu erwirtschaften. Dabei hat unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mischung und Streuung von Kapitalanlagen, der maximal mögliche Anteil an Immobilien einen wesentlichen Beitrag geleistet. Zum 1.1.2016 wurde daher ein weiteres Wohnhaus erworben und somit werden derzeit 55 Wohnungen in 7 Häusern verwaltet. An 9 Gemeinden und 4 diakonische Einrichtungen werden insgesamt 5,2 Mio. Euro Darlehensmittel bereitgestellt, ein weiteres Darlehen von 1,5 Mio. Euro ist derzeit in Bearbeitung.

Die Anzahl der Mitglieder hat sich, wie in den letzten Jahren davor, auch im Jahr 2015 leider nicht erhöht, da die Bereitschaft zum Abschluss einer Sterbegeldversicherung wie bereits oben erläutert, ausgesprochen zurückhaltend ist. Die vergleichbare Entwicklung ist aufgrund der Niedrigzinsphase auch bei den Lebensversicherungen zu beobachten. Trotzdem haben sich 164 Mitglieder neu für die Sterbekasse entschieden und 214 neue Vertragsabschlüsse konnten erreicht werden. Die Sterbekasse hat aktuell 13.633 Mitglieder, sie arbeitet mit über 300 Vertrauenspersonen deutschlandweit zusammen. Mit Beitragseinnahmen von rd. 1,2 Mio. Euro und einer Bilanzsumme von 27 Mio. Euro, sowie einer Versicherungssumme aller abgeschlossenen Versicherungen in Höhe von rd. 39 Mio. Euro, ist die Sterbekasse auch weiterhin ein starker und sicherer Partner.

„Im Fall der Fälle für Ihre Hinterbliebenen“ – das ist unverändert unsere Zusage. Sie hat bei allen Veränderungen in unserer Gesellschaft, auf den Kapitalmärkten, in den freikirchlichen Gemeinden und bei der Sterbekasse selbst, seine Bedeutung für die Menschen nicht verloren. Die Sterbekasse Evangelischer Freikirchen bleibt auch in Zukunft ein verlässlicher Partner.

Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Berlin, den 15. Januar 2016

 

JAHRESBERICHT
2014

 

BERICHT DER STERBEKASSE
EVANGELISCHER FREIKIRCHEN VVAG

Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit haben wir auch im Jahr 2014 unverändert unseren Mitgliedern dabei geholfen, soziale Verantwortung gegenüber Familien und Angehörigen wahrzunehmen. Wir sichern unseren Mitgliedern Leistungen zu, die unabhängig vom Zeitpunkt eines Sterbefalles den Angehörigen zustehen. So konnten in vielen dieser traurigen Situationen zumindest die finanziellen Sorgen beseitigt werden.

Da die Sterbekasse als kapitalgedeckter Versicherungsverein arbeitet, war es im Jahr 2014 nicht einfach, den kalkulatorischen Ansätzen des technischen Geschäftsplans und damit der vorgeschriebenen Rendite zu folgen. Die Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten hat ihre anhaltenden Auswirkungen trotz der vorgeschriebenen und praktizierten Mischung und Streuung in der Anlagenpolitik. Auch die festverzinslichen mittelfristigen Anlagen sind zunehmend niedrig verzinste Positionen in der ansonsten breiten Liste der Wertpapieren und übrigen Kapitalanlagen. Die nun seit einigen Jahren praktizierte Anlagenpolitik mit einem etwa 25 %igen Anteil eigener Immobilien hat sich weiterhin bewährt, obgleich das Geschäft der Miethausverwaltung und der technischen Betreuung selbstverständlich kleinteilig und aufwendig ist. So hat die Sterbekasse trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im Jahr 2014 eine Durchschnittsrendite in Höhe von ca. 3,3 % erreicht und sie konnte damit die Vorgaben des technischen Geschäftsplans erfüllen.

Im vergangenen Jahr konnten an eine Gemeinde und eine diakonische Einrichtung neue Darlehen in Höhe von 1,4 Mio. Euro für Bauprojekte ausgereicht werden. Derzeit finanziert die Sterbekasse in 11 Ortsgemeinden und Institutionen ein Volumen von rd. 5,5 Mio. Euro. Gemeinden und diakonische Einrichtungen haben weiterhin die Möglichkeit ihre Investitionsvorhaben und für anstehende langfristige Finanzierungen Darlehensanfragen an die Sterbekasse zu richten.
Die Anzahl der Mitglieder hat sich im Jahr 2014 nicht erhöht, da die Bereitschaft zum Abschluss einer Sterbegeldversicherung anhaltend zurückhaltend ist. Die Sterbekasse hat 13.853 Mitglieder, sie arbeitet mit 338 Vertrauenspersonen deutschlandweit zusammen. Mit Beitragseinnahmen von ca. 1,2 Mio. Euro (Vorjahr ebenfalls 1,2 Mio. Euro), und einer Bilanzsumme von 27 Mio. Euro, sowie einer Versicherungssumme aller abgeschlossenen Versicherungen in Höhe von rd. 39 Mio. Euro. Ist die Sterbekasse weiterhin ein starker und sicherer Partner.

Nach den geschlossenen Tarifen B, C, D (max64 bzw.max75) werden aktuell Sterbegeldversicherungen im Tarif E (max80) mit flexiblen Beitragsfreiheiten (mit vollendeten 60. bis zum vollendeten 85. Lebensjahr sowie mit Einmalbeitrag angeboten. Die hierzu erforderlichen Satzungsänderungen sind beschlossen, jedoch steht zum Zeitpunkt der Berichterstellung die Genehmigung der Aufsichtsbehörde (BaFin) weiterhin aus.

Der schon sehr alte Hinweis „Die Sterbekasse bietet Vorsorge als liebende Fürsorge für hinterbliebene Menschen“, hat bei allen Veränderungen in unserer Gesellschaft und auf den Kapitalmärkten, in den freikirchlichen Gemeinden und bei der Sterbekasse selbst, seine Bedeutung nicht verloren.

Bieten auch Sie allen Menschen, die diese liebende Fürsorge brauchen, die Angebote der Sterbekasse Evangelischer Freikirchen an.

Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Berlin, den 09. März 2015